Papierindustrie

Ein Markt mit auseinanderlaufenden Segmenten.

18,7 Mio. t

Produktion 2025 (−2,5 %)

14,2 Mrd. €

Branchenumsatz 2025

216

Papiermaschinen in 128 Werken

41.000

Beschäftigte (vor 5 Jahren: 45.600)

67 %

Anteil Verpackungspapiere an der Produktion

Nahe dem Zehnjahrestief

2025 sank die Produktion um 2,5 % auf 18,7 Mio. Tonnen und lag damit nahe dem Zehnjahrestief. Der Branchenumsatz ging im dritten Jahr in Folge zurück und erreichte 14,2 Mrd. Euro. Ende 2025 waren noch 216 Papiermaschinen in 128 Werken in Betrieb.

Auch 2026 zeichnet sich noch keine grundlegende Trendwende ab. Von Januar bis Juli sank die Gesamtproduktion um weitere 1,0 %. Verpackungspapiere legten leicht um 0,5 % zu, während grafische Papiere erneut 6,3 % verloren. Der Inlandsabsatz blieb schwach, während das Auslandsgeschäft stabilisierend wirkte.

Fazit:

Die Papierindustrie ist kein einheitlicher Krisenmarkt: Verpackungs- und Spezialpapiere bieten attraktive Perspektiven, bei grafischen Papieren stehen weitere Kapazitätsanpassungen und Konsolidierungen bevor. Entscheidend sind Energiekosten, Auslastung, Effizienz, Produktmix und der Fokus auf margenstarke, nachhaltige Anwendungen.

+1,8 %

Verpackungspapiere

Bilden mit 12,5 Mio. Tonnen beziehungsweise 67 % der Gesamtproduktion das Rückgrat der Branche. Ihre Produktion stieg 2025 um 1,8 %.

−16,7 %

Grafische Papiere

Stehen unter erheblichem strukturellem Druck. Die Produktion brach 2025 um 16,7 % auf 3,4 Mio. Tonnen ein.

stabil

Hygiene-, technische & Spezialpapiere

Entwickeln sich vergleichsweise stabil, bieten jedoch nur begrenzte Wachstumspotenziale für die Gesamtbranche.

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